Heckspoiler melden sich zurück – und zwar nicht leise, sondern mit einem Hammerschlag ins Gesicht. „Bock auf Stress“ heißt ihr drittes Studioalbum, und der Titel ist nicht nur ein Versprechen, sondern eine Drohung: Es scheppert, es rumpelt, es knallt. Bass und Drums treiben mit höllischem Speed und Riffs nach vorne, während die Texte gewohnt bissig zwischen Lyrik, Zynismus, Witz und kryptischen Momenten pendeln.
Der Sound geht diesmal noch kompromissloser und definierter zu: Metal, D-Beat, Thrash und rotzigster Punk werden zu einem explosivem Gemisch verdichtet – massive Hymnen für Moshpits, der Soundtrack für Absturzpartys und der nächste Beweis, dass man mit zwei Leuten so laut und massiv klingen kann wie ganze Armeen von Gitarrenbands.
Heckspoiler, das sind Thomas Hutterer (Bass, Gesang) und Andreas Zelko (Schlagzeug, Gesang), ein Duo aus Oberösterreich, das seit 2016 mit reduzierter Besetzung maximale Wucht entfaltet. Schon das Debüt Synthetik Athletik (2020) und der Nachfolger Tokyo Drift (2022) zeigten, wie sie Monster-Riffs ohne Gitarre und mit zumeist Dialekttexten zu einer ganz eigenen, ungestümen Klangsprache verbinden. Mit über 200 Konzerten in Österreich, Deutschland, der Schweiz, Italien, England und Osteuropa haben sie sich als Konzertmaschine etabliert, die Clubs wie Festivals gleichsam in Trümmer legt. Ihr Live-Album Live am Heck Meck Fest 2024 (2025) brachte diese Energie erstmals als Schweiß-pressende Vinyl-Rohfassung ins Wohnzimmer.
Mit „Bock auf Stress“ treiben Heckspoiler ihren Metalpunk jetzt auf die Spitze: schneller, härter, wütender – aber immer mit Herzblut, Humor und einer ungebremsten Lust am Chaos. Hier wird keine halbe Sache gemacht: Das ist ein Duo, das alles gibt und dabei so klingt, als ginge es jedes Mal ums Finale.
Na dann: Prost Mahlzeit – und viel Spaß im Pit.
LIVE AM HECK MECK FEST 2024
Zwei Nächte, die nachhallen. Arena Wien und Bauhof Pettenbach – eng, laut, direkt in die Fresse. HECKSPOILER haben keine halben Sachen gemacht. Jetzt gibt’s das Ganze auf Platte: live, raw & ungeniert, so wie’s war. Der Release bringt den Sound und das Gefühl dieser zwei Abende zurück. Keine Studio-Kosmetik, keine Kompromisse – einfach zwei Leute, die alles rausballern. Erhältlich digital und als 12” Vinyl mit Wendecover. Fürs Regal, fürs Wohnzimmer, für immer und vorallem für euch.
TOKYO DRIFT
Hier wird keineswegs kopiert, nein – hier werden Genregrenzen mühelos gesprengt. Durch die Limitierung auf lediglich zwei Instrumente (Bass und Schlagzeug) und zwei Sänger, wird hier mit scheinbar einfachsten Mitteln, das Maximum an Power generiert.
Ausgeklügelte Riffs und Arrangements verleihen dieser Produktion den einzigarten Heckspoiler-Sound. Straight from the heart – Refrains verschmelzen mit kompromissloser Härte und Dramatik. Die unbändige Präsenz der beiden Musiker wird bestmöglich eingefangen.
So entstehen elf charakteristische Rock/Punk-Songs, immer auf den Punkt gebracht. Herzblut und Bodenständigkeit, Selbstironie und Schmäh, gepaart mit extravaganter Ehrlichkeit sind die Grundzutaten der meist in Mundart vorgetragenen Texte. Kritisch thematisiert werden u.a. das unabkömmliche Auto am Land und deren Verbauung, die Unfähigkeit sich (für andere) zu freuen, engstirniges Denken, Empathielosigkeit und Selbstgeilheit der Gesellschaft. Sehnsucht, Liebe, Schmerz und Sucht wird anhand realitätsnaher Erfahrungen verarbeitet.
Vieles mit einem gewissen Augenzwinkern versehen, mutiert dies dennoch nicht zur reinen Spaßangelegenheit. Auf platte Beschimpfungen und Machogehabe wird freilich verzichtet. Das schon etablierte Konzept von Heckspoiler, Musik für die Straße in Ton und Bild zu schaffen, wird auf „Tokyo Drift“ konsequent weitergeführt.
SYNTHETIK ATHLETIK
Musik wird hier nicht um ihrer selbst willen zelebriert. Natürlich, hier wird fast physisch in die Goschn g‘haut, einerseits offensichtlich (VW-Bus überrollt Hamster), anderseits auch einfach mal erfrischend anders. Hier wird schlichtweg ein Hitalbum abgeliefert. Jeder Song ist stark, jeder Song macht Sinn. Musikgewordener Humanismus, ein Hauch Anarchie, in Musik gegossene Ehrlichkeit und während sich selbstkopierende Genrekolleginnen in lyrisch-wehleidigen Andeutungen und Metapher überladenen Texten selbst ad absurdum führen, denken Heckspoiler mit einer außergewöhnlichen Genauigkeit, in Textsprache und Musik, Themen konsequent zu Ende: »Wenigstens bin i ka gschissene Nazi-Sau wie du!«
Für alle die Anbiederung an bekannte Erfolgsformeln, in Superlativen eingebettete Selbstgeilheit, oder einfach Bands, die so gar nicht zu sagen haben super finden, werden hier nicht glücklich werden. Für alle anderen: Keine Angst, es ist alles sehr »Leiwand«!
